(Lest es, als hätte ich vor 2 Tagen geschrieben)
Vor wenigen Tagen habe ich schweren Herzens den geplanten Roadtrip mit Jenny abgesagt. Das Problem war vor allem, dass wir pro Tag 3 Stunden am Tag hätten fahren müssen. Wir hätten somit nur jeweils einen halben Tag Zeit gehabt um uns etwas anzuschauen um am nächsten morgen weiter zu fahren. Weiterhin war unklar wie Jenny nach Toronto kommt, sollte das Auto liegen bleiben. Die Lenkaufhängugn wurde zwar dank spontaner und unerwarteter finanzieller Unterstützung meiner Eltern repariert aber “Vengela Makel” hat 380.000km weg und da kann man dann doch nicht mit Sicherheit sagen ob man sein Ziel erreicht. Jenny wird am Freitag nach Toronto fliegen und sich dann noch ein wenig die Stadt ansehen bevor ihre Eltern ankommen.
Mit Jenny, Paula und Lukas, der natürlich auch ein Deutscher ist, sind wir vor kurzem auf den Knox Mountain gewandert um noch einmal den Blick über Kelowna zu genießen. Ich entschied mich barfuss zu gehen und musste feststellen, dass ich zwar schon öfter eine Berg barfuss erklommen hab aber oben immer Schuhe für den Abstieg angezogen habe. Die nächsten drei Tage habe ich dann meine Fußsohlen gespührt.
Paulas Freund ist aus Deutschland angereist und besucht sie für knapp 2 Wochen. Gemeinsam sind zur Zeit auf einem Roadtrip in den Rockies unterwegs.
Das Hostel wird im Moment von deutschen Reisenden überrant. Vor 2 Tagen waren es 10 Deutsche und es gibt gerade einmal 30 Betten hier.
Eine von den Deutschen ist Miriam aus Hamburg. Sie ist bereits seit 3 Jahren am reisen durch Neuseeland, Australien, China, Südost-Asien die USA, Südamerika und ist jetzt in Kanada.
Neulich, an einem Nachmittag wollten wir wandern gehen. Mit dabei war Jenny und Stefan, auch ein Deutscher der für ein Semester in Alberta studiert hat und jetzt zum Ende seines Kanadaaufenthaltes ein wenig umher reist. – Jedenfalls saßen wir gerade im Hostel und waren dabei zu entscheiden am Mission Creek Greenway entlang zuwandern, als Miriam unsere Unterhaltung hörte und fragte ob sie sich anschließen kann.
Seit dem machen wir ziemlich viel gemeinsam. Das liegt aber auch dran, dass wir zur Zeit zusammen arbeiten.
Jitske von der Ancient Hill Estate Winery hatte im Hostel angerufen da sie nach Arbeitern suchte. Miriam wollte arbeiten gehen um etwas Geld zur Seite zu legen und so gab ich ihr die Nummer. Ich selbst hatte zu dem Zeitpunkt noch geplant am darauf folgenden Wochenende endlich Kelowna zu verlassen. Allerdings führte eins zum anderen und wir hatten auf einmal beide einen Job.
Nun bin ich also wieder im Weinberg gelandet. Allerdings besteht unsere Arbeit hauptsächtlich aus Gartenarbeit, meist Unkraut jähten. Ansonst habe ich noch James und Taylor (Schlagzeuger von My Kind Of Karma in der Band in der auch James spielt, und er hat jetzt wieder angefangen im Weinberg zu arbeiten) geholfen, dass das Hühnergehege fertig wird. Das war ziemlich wichtig wie wir selbst gesehen haben. An einem Tag waren es noch 2 Kücken am nächsten nur noch eins.
Zum Feierabend gibt es ab und an noch einen kühlen Gewürztraminer und Richard hatte uns neulich eine Führung durch den Weinkeller gegeben. Ich dachte immer das wäre nicht wirklich spannend und hatte deshalb nie gefragt. Zum Glück hatte Miriam auf eine Führung bestanden denn Richard hat mit sehr viel Leidenschaft erzählt und es war äußerst interessant.
Da ich die Kängoroo Creekfarm in Lake Country noch nicht gesehen hatte sind wir letztens mit Clarissa (sie wohnt hier in Kelowna und ich kenne sie über Henrik und Nils) und ihrer Freundin Bonni dort hin gefahren und haben uns die Kängoroos, Wallabies, Kurzkopfgleitbeutler und Papageien angesehen. Das Highlight waren die Babykängoroos welche man im Arm halten konnte. Ich habe George gehalten und er ist super niedlich.
Am darauf folgenden Tag sind wir trotz vereinzeltem Regen zum Myra Canyon. Miriam wollte ihn gern sehen und mich hatte es auch interessiert wie er ohne Schnee und in grün aussieht. Clarissa ist ebenfalls spontan dazu gestoßen.
Das schlechte Wetter war eher von Vorteil als von Nachteil: Die Wolken hingen sehr tief, was zu einer wundeschönen Szenerie führte. Außerdem wimmelte es nur so von Tieren von denen im Winter nichts zu sehen war. Murmeltiere und Erdhörnchen flitzen die ganze Zeit über den Weg. Eines der Erdhörnchen schien sehr an Wanderer gewöhnt. Als wir anhielten und ich die Kamera aus dem Rucksack zog um es von Ferne zu fotografieren, kam es angerannt da es wohl dachte wir hätten Essen dabei. Dabei ist mir ein tolles Foto geglückt bei dem das Erdhörnchen gerade die Linse meiner Kamera inspiziert.
Gestern Abend waren wir bowlen. Mit dabei waren Clarissa, Miriam und Jenny. Nach einem eher schlechten Start wurde ich immer besser und gewann sogar beide Spiele.
Heute sind wir mit Clarissa nach ihrem Feierabend nach Penticton gefahren um dort im Skaha Bluffs Provincial Park eine spätabendliche Wanderung zu machen. Die Irin Trisha, Miriams Zimmergenossin, hat sich auch angeschlossen. Wir sammelten Clarissas Freundin Christy in Penticton ein und es war bereits um 7 als wir am Fuße des Wanderweges angekommen waren. Nach einer kurzen Zeit auf öffentlichen Wanderwegen suchten wir aufgrund Zeitmangels einen direkten Weg auf einen höher gelegenen Felsen um einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang, den Okanagen Lake und Skaha Lake sowie Pentiction zuhaben.
(Read it as it was written two days ago)
Some days ago I had to cancel the planned road trip with Jenny with a heavy heart. The problem in general is that we would have had to drive 3 hours a day. Therefore we only would have had half a day to see something and go on the next morning. Furthermore we did not know how Jenny would have got to Toronto if the car breaks down. Although the steering rack got fixed due the spontaneous and unexpected financial support of my parents, “Vengela Makel” has 380,000 km on her tacho and so you can not really tell for sure if your reach your destination.
Jenny is going to fly to Toronto on Friday and stays there for a while until her parents arrive.
With Jenny, Paul and Lukas, of course another German, we hiked up Knox Mountain to enjoy the view over Kelowna again. I decided to walk barefoot and had to realize that I hiked up several mountains barefoot but I never went down like this. The next three days I could feel my soles of my feet.
Paulas boyfriend arrived from Germany to visit her for almost 2 weeks. Currently they are on a road trip together in the Rockies.
The hostel is overcrowded by Germans. Two days ago 10 Germans stayed here and the hostel has only 30 beds.
One of those Germans is Miriam from Hamburg. She travels already vor 3 years through New Zealand, Australia, China, South-East-Asia, the US, South America and now she is in Canada.
Recently in the afternoon we wanted to go for a hike. Along came Jenny and Stefan, a German who studied in Alberta for a semester and now at the end of his stay he is travelling around a bit. – Anyway, we were about to decide to hike the Mission Creek Greenway when Miriam heard our conversation and asked if she might join.
Since then we do a lot together. This is mainly because we work together.
Jitske from the Ancient Hill Estate Winery lately called the hostel seeking for workers. Miriam wanted to work to save some money and so gave her the number. At this point I was still planning to finally leave Kelowna on the upcoming weekend. However one thing leaded to another and suddenly we both had a job.
Now I work on the vineyard again. However mainly we do gardening, mostly weeding. Apart from that I helped James and Talyor (drummer from My Kind Of Karma, the band James also plays in, who started to work at the vineyard again) to finish the chicken cube. It was really important as we could see for ourselves. One day there two chicks walking around and the next day one was missing.
At the end of the day we sometimes have a glass of cold Gewürztraminer and Richard gave us recently a tour through the basement of the winery. I always thought it is not really interesting and so I never asked. Luckily Miriam insisted on a tour because Richard was telling with passion and it was outermost interesting.
I had not seen the Kangaroo Creekfarm in Lake Country and so we went there with Clarissa (she is living in Kelowna and I know her through Henrik and Nils) and her friend Bonni and watched the kangaroos, wallabies, sugar glider, parrots. The highlights were the baby kangaroos which you could hold in your arm. I held George and he is super cute.
Despite occasional rain we went to Myra Canyon the next day. Miriam wanted to see it and I was curious how it looks without snow and in green. Clarissa also joined spontaneously.
The bad weather was actually an advantage than a disadvantage: The clouds were hanging low which leaded to wonderful scene. Furthermore lots of animals were running around which you can not see in winter. Marmots and ground squirrels were speeding across the trail. One of the ground squirrels seemed to be used to hikers. When we stopped and I opened the backpack to grab out my camera to take a picture of it from the distance, I came to us because it might have thought we have food. I was able to take a really good shot of it right at the moment when it was inspecting my lense.
Yesterday we were bowling in the evening. Clarissa, Miriam and Jenny came along. After a rather bad start I was getting better and better and in the end I won both games.
Today, after Clarissa finished working, we went together to Penticton to go for a late-evening hike in Skaha Bluffs Provincial Park. The Irish Trisha came along. She is Miriams roommate. We picked up her friend Christy in Penticton and it was already 7 when we reached the beginning of the hiking trail. After a short while of walking on public hiking trails we left the trail because of the lack of time to find a direct path to a big rock higher up to have a nice view of the sunset, he Okanagen Lake and Skaha Lake as well as Penticton.