So sieht das also ohne Regen aus! | Winter is coming!

Als ich gerade den letzten Blogeintrag schrieb kam die Sonne raus. Ob sie wohl den ganzen Tag scheint? Schnell den Wetterbericht gecheckt und ich wurde von einer Prognose mit einer Woche Sonnenschein überrascht. Spontan beschloss ich, die Strecke von letzen Sonntag noch einmal zu laufen um zu sehen, wo ich denn eigentlich entlang gelaufen bin. Ebenso spontan hat sich der Belgier Jonathan angeschlossen. Gemeinsam zogen wir los und wurden nach 2 Stunden berauf wandern mit einer herrlicher Aussicht belohnt. Auf dem Weg nach oben trafen wir ein paar Einheimische die uns wieder einmal rieten doch nicht den kompletten Weg bis Cypress Mountain zu gehen, sondern möglichst bald umzukehren, da es in einer Stunde dunkel werden würde. Da ich das allerdings schon von letzter Woche kannte, hatten wir unsere Taschenlampen eingepackt. Auf dem Gipfel fanden wir dann sogar den ersten Schnee. Sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwunden war, sank die Temperatur immer mehr gegen den Gefrierpunkt ab. Nach einer Stunde in der Dunkelheit wandern (immerhin Funktionierte dank klarem Himmel mein GPS einiger maßen und ich konnte auf der Offline-Karte ab und an erkennen, dass wir noch auf dem richtigen weg sind) kamen wir an der Talstation von Cypress Mountain an. Die Hoffnung dort auf dem Parkplatz auf Menschen zu treffen erfüllte sich allerdings nicht, obwohl eine Menge Licher brannten. Die Straße ins Tal ist allerdings 15km lang und es wurde nicht gerade wärmer. Wir hatten schon die Befürchtung wir müssten dort auf den öffentlichen Toiletten übernachten. Diese waren zu mindestens beheizt. Bei meiner zweiten Suche nach Menschen bog ich gerade um die Ecke als ich Lichter auf dem Parkplatz sah. Schnell bin ich dort hin gesprintet und konnte gerade noch das letzte Auto aufhalten. Ach sieh an, man kennt sich! – Der junge Mann der Gruppe, der uns abgeraten hatte den gesamten Weg zu laufen. Fix noch Jonathan vom Heißluftgebläse auf der Toilette abholen und dann ging es ins Tal.

Langsam wird es Winter. Im Hintergrund auf den Bergen sieht man wie die anfänglichen Streifen aus Kunstschnee Tag für Tag immer zu einer Fläche werden. Nachts gehen die Temperaturen schon mal unter 0 und auch tagsüber ist es auch nur noch um dir 7°C.
Trotz allem bin ich noch täglich draußen arbeiten. Das Dach ist nun fertig gedeckt und ein weiterer Schornstein abgetragen.
Am Mittwoch werde ich mit Jose nach Vancouver Island aufbrechen – so der Plan, hoffentlich schaffe ich es diesmal (zumindest vorübergehend) aus diesem Hostel zu verschwinden …