Doch keen Abblflückn, dann gehn mir halt offn Bau

Apfel pflücken: Nach dem wir auf den nächsten Tag vertröstet wurden, dann aber nach 2 Stunden warten uns immer keiner abgeholt hat und auch niemand erreichbar war beschlossen wir, ziemlich demotiviert, nach Vancouver zurück zu kehren da wir dort im Hostel für den Preis von einer Nacht drei Nächte schlafen können.

Letzte Woche haben wir einen Freund von Patrick hier in Vancouver getroffen. Aiden ist Ire und wollte in Vancouver eigentlich einen Job suchen, kommt aber wohl mit gelegentlichem musizieren in Bars auch ganz gut über die Runden. Selbstverständlich sind wir mit ihm schon am späten Nachmittag in den Pub ein Guinness trinken gegangen. Von da aus sind wir zu seiner Freundin Kimmie gefahren. Kimmie ist eine von diesen wenigen Personen im Leben die man trifft und einem schon nach wenigen Minuten super sympathisch sind. Außerdem besitzt sie wohl die größte Magic-Kartensammlung die ich bis jetzt gesehen habe. Da es scheinbar unmöglich ist langweilige Personen zu treffen verdient sie natürlich ihr Geld damit anderen Leuten das Schwertkämpfen beizubringen.
Der Abend wurde umso besser als Patrick und Aiden ihre Gitarren und Kimmie ihre Mundharmonikas gezückt haben und gemeinsam musizierten.

Einen neuen Laptop habe ich mir jetzt doch hier geholt, hauptsächlich weil mein alter zu schwer und sperrig zum Reisen ist.

Über George einem Kanadier aus Neufundland (Newfy) sind wir jetzt an einen Job gekommen. Und zwar auf dem Bau. Typischerweise läuft die Beschäftigung unter der Hand (nach der Arbeit gibt es Cash) und auf Abruf. Je nach dem ob sie uns brauchen oder nicht und ob man möchte.
Die letzten 3 Tage waren wir damit beschäftigt Kieselsteine und Erde zu schaufeln um ein neues Abwassersystem zu installieren. Unser Chef Drew, der nebenbei noch Pfarrer ist, ist ein super Boss und packt auch selbst mal mit an.

George hat übrigens die letzten Jahre in Japan gelebt und hat dort auch Frau und zwei Kinder. Allerdings hat er wohl ein Jahr Bedenkzeit bekommen oder genommen. Er erzählt da immer verschiedene Versionen. Er spricht natürlich fließend Japanisch was ihm Hostel in dem auch immer viele Japaner sind nur von Vorteil ist.
Letztens hatten wir mit ihm einen schönen Nachmittag am Stanleyparkund neben dem Yachhafen und gegenüber vom Vancouver Ruderverein. So konnten wir bewundern wie schnell man mit eigener Muskelkraft auf dem Wasser doch sein kann.

Gestern waren wir noch ein wenig feiern. Dem zu Grunde lag wohl das 5l-Krombacherfass über das wir in einem Liqour-Store gestolpert sind. Eddi, der Franzose war auch wieder mit am Start. Von einem etwas langweiligen Club mit Dorfmusikdisco sind wir dann in einem Metalschuppen gelandet.

Gerade sitze ich in Bibliothek von Vancouver da man sicher besser als im Hostel konzentrieren kann. Einige werden diese aus Filmen oder Serien kennen, da sie öfter mal als “Hauptquartier” von allen möglichen Organisationen dient. Das liegt vor allem auch an der wunderbaren Architektur des Gebäudes.