Nach Golden fuhr ich in Richtung Whiteswan Lake. Unterwegs hielt ich in Invermere um Lebensmittel für meine geplante 5-tägige Wanderung entlang Rockwall im Kootenay National Park zu kaufen. Nach dem ich alles in Auto gepackt hatte, fragte ich spontan eine jungen Mann nach der nächsten Tankstelle. Mist, es war mir schon wieder passiert! Das Auto war abgeschlossen und der Schlüssel in der Zündung. Nach knapp einer Stunde umherfragen konnte ich schließlich im Segelfliegerbüro einen Metallkleiderbügel und einen Holzkeil abstauben. Dadurch, dass bereits vom letzen Mal wusste, was ich machen muss benötigte ich ich zwei Versuche und nicht einmal 3 Minuten und das Auto war offen.
Gegen Abend erreichte ich die Lussier Hot Springs. Diese sind glücklicherweise nicht für den Tourismus aufbereitet wie zum Beispiel Fermont oder Radium Hotsprings und in ihrer natürlichen Form belassen. Ich blieb ein paar Stunden dort und ich und meine Badehose stanken nach (ich schätze) Schwefel – der Nachteil das es nicht aufbereitet wird.
Am nächsten morgen fuhr ich die Forstwirtschaftsstraße weiter bis zum Whiteswan Lake von welchen mir Eric auf der Wanderung entlang des Juan de Fuca Trails erzählt hatte. So imposant wie er ihn beschrieben hatte, war er dann leider doch nicht. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass man ein schönes Wochenende dort verbringen kann und etwas abseits von den Touristen ist, da man 25 Kilometer der Forstwirtschaftstraße folgen muss. Diese ist meist eben und man könnte diese auch mit einem Sportwagen entlangfahren.
Einen Tag später wollte ich meine 5-tages Wanderung in den Kootenays starten. Die Karte zeigte an, das sich unweit des Beginns des Wanderwegs “Rockwall” ein Touristeninformation befindet. Dummerweise gehörte diese nicht zu Parks Canada und ich konnten keinen Wilderness Pass bekommen den ich für die Übernachtungen an den Hinterland-Campingplätzen benötige. Da ich keine Lust hatte, 60 Kilometer vor oder zurück nach Lake Louise, Banff oder Radium Hot Springs zu fahren, dachte ich mache es einfach ohne Genehmigung. Ich war gerade dabei meinen Rucksack zu packen als ein Ranger in den Parkplatz einbog. Ich erklärte ihm direkt meine Situation aber nach einigem Hin und Her musste ich einsehen, dass ich Wohl oder Übel 60 Kilometer für eine doofe Genehmigung fahren muss.
Ich fuhr nach Banff Town. Banff ist meiner Ansicht nach ziemlich hässlich. Es ist der schwache Versuch ein Alpendorf nachzuahmen gemischt mit der amerikanischen Geschmacklosigkeit von Disneyland.
In der Touristeninformation erfuhr ich dann, dass die Route für das Wochenende sowieso komplett ausgebucht ist und ich meine Wanderung frühsten am Montag starten kann. Beim Informieren entdeckte ich allerdings eine neue Route welche im Yoho National Park starten würde und sehr interessant aussah.
Ich versuchte vergeblich ein Bett für die Nacht in Banff zu finden konnte aber letztendlich ein Bett in Lake Louise reservieren. Also wieder ins Auto und wieder ein Stück zurück und weiter. Immerhin liegt Lake Louise auf dem Weg zum Yoho National Park.
Natürlich spielte jetzt das Wetter nicht mit und ich blieb 2 Nächte und schaute mir zusammen mit 2 Quebecern und einem Engländer Lake Louise sowie den Moraine Lake an. Am Moraine Lake klarte der Himmel auf und wir konnten ein Stück zu den Consolation Lakes wandern. Dort wurden wir Zeuge wie ein großer Stein den Abhang herunter rollte. Wir waren überrascht, welchen Krach der kopfgroße Stein erzeugte. So gewaltig, dass die Rollgeräusche von der anderen Seite wiederhalten.
Im Yoho National Park angekommen erhielt ich eine weitere schlechte Nachricht. Die Beschriftung auf der Karte war nicht eindeutig. Ich dachte ich könnte von Lake O’hara durch den McArthur Pass zum nächsten Campingplatz wandern. Der Text “Nach dem 15. August nur mit Genehmigung” sollte heißen, dass man nur nach dem 15. August diesen Weg wandern kann und nicht wie man vermuten könnte, dass man davor keine Genehmigung benötigt. Die Begründung: Vor 25 Jahren wurden dort einige Leute von Grizzlies angefallen. Wirklich? Das ist ein wenig als ich würde eine Straße nicht entlang fahren, weil es auf dieser früher häufiger zu Autounfällen gekommen ist. So langsam fing Parks Canada an, mir gehörig auf den Sack zu gehen mit ihren Gebühren und Restriktionen.
Letztendlich buchte ich die Route “Rockwall” die ich bereits vorein paar Tagen starten wollte. Eigentlich wollte ich den Stopp in Numa Creek überspringen aber alle Hinterland-Campingplätze waren so gut wie ausgebucht und somit auch die Möglichkeit Numa Creek zu überspringen. So blieb mir nur die Option Floe Lake, Numa Creek, Tumbling Creek sowie Helmet Falls – was letztendlich gut war, wie sich später herausstellen sollte.
Wenn ich schon einmal im Yoho National Park wahr wollte ich mir wenigstens die berühmten Takakkaw Falls ansehen. Von dort aus startete ich den 20 Kilometer langen Iceline-Wanderweg. Ich hatte gerade die Hälfte des Rundwanderweges absolviert als es heftig zu regnen anfing. Irgendwie schien mich mein Glück der letzten Monate verlassen zu haben. Immerhin konnte ich feststellen, dass der Reissverschluss meiner Jacke nicht wasserdicht ist und man die Stoffkanten darüber richtig übereinander legen muss, damit kein Wasser eindringt – gut zu wissen wenn ich auf eine mehrtägige Wanderung gehen will.
Um meine Sachen trocken zu bekommen checkte ich erneut im Hostel in Lake Louise ein.
Am nächsten Morgen ging es nach langem Packen endlich los. Je näher ich dem Beginn des Wanderwegs kam, desto schlechter wurde das Wetter. Im Auto sitzend und einem “???”-Hörspiel zuhörend wartete ich, dass der Regen aufhörte. Plötzlich ging mein Radio aus. Wie dumm, hatte ich doch vergessen, das Licht auszuschalten und nun war meinte Batterie leer. Das als Zeichen sehend und da der Regen nachließ setze ich meinen Rucksack auf und marschierte los.
Auf dem letzten Stück fing es dann leider an zu hageln, inklusive Blitz und Donner. So schnell wie es gekommen war, hörte es auch wieder auf und ich konnte mein Zelt im Trockenen aufbauen.
Der nächste Tag hatte Numa Creek zum Ziel. Am Numa Pass ließ ich meine Rucksack zurück um auf den Gipfel des Numa Moutains zu kraxeln. Ich erreichte die Spitze des Hügels davor und musste bereits da meinen Plan aufgeben. Der Nieselregen der aufkommenden Regenwolken fühlte sich durch den immer stärker werdenden Wind wie peitschender Regen an und ich sah mich schon vom nassen und rutschigem Fels fallen.
Auf der zweiten Hälfte ging es zwar stetig bergab. Allerdings wechselte das Wetter gefühlt aller 5 Minuten zwischen Regen und Sonnenschein. Der Tiefpunkt meiner Laune war erreicht, als es regnete und zur gleichen Zeit die Sonne schien. Ich hatte die Wahl zwischen nass von innen oder nass von außen. Ich entschied mich für Option drei und verfluchte lauthals Parks Canada, welch Frechheit es ist, hierfür auch noch 10 Dollar die Nacht zu verlangen wenn man sich dafür dann auch noch so quälen darf.
Durch den unbeständigen und für ganze 24 Stunden anhaltenden Regen musste man jeweils eine Lücke abpassen um das Zelt aufzubauen oder Essen zu kochen.
Aufgrund dessen wartete ich am nächsten Tag bis 2 Uhr nachmittags bevor ich zum Tumbling Creek aufmachte. Eine weise Entscheidung, denn während die anderen Gruppen im strömenden Regen liefen, hatte ich es nur für die letzte halbe Stunde mit ein wenig Regen zu tun.
Abends kam endlich die seit 2 Tagen versprochene Sonne raus.
Natürlich war das nächste Unglück nicht fern. Eine Zeltstange brach als ich meine Rucksack gegen das Innenzelt lehnte und durchspießte das Außenzelt. Mithilfe der Flicken des netten Australiers von Nebenan und der Stangenreperaturröhre, welche ich mit Gewebeklebeband an der richtigen Stelle fixierte war der Schaden schnell repariert.
Der nächste Tag hielt nun endlich den seit zwei Tagen versprochenen Sonnenschein bereit und man hatte endlich Lust, die Kamera ab und an hervor zu hohlen und Fotos von der wunderschönen Landschaft zu machen.
Ich wartet bis meine durchweichten Sachen trocken waren und startete mit 13 Uhr wieder relativ spät. Schade, denn während ich auf dem Weg auf die Karte sah, stelle ich fest, dass Mt. Drysdale auf dem Weg liegt den man diesen eventuel besteigen kann sofern man eine Stelle findet an welcher man ohne Kletterausrüstung nach oben kommt. Die Zeit war knapp und ich setze mir um vier als Zeit um umzukehren damit ich mein Nachtlager noch im Hellen aufstellen kann. 700 Meter galt es zu überwinden, steil nach oben über loses Geröll und teils kletternd. Fünf vor vier erreichte ich den Grad zwischen Rockwall Peak und Drysdale und hatte bereits 500m überwunden. Die Aussicht war gewaltig aber es war leider Zeit umzudrehen. Wahrscheinlich war das besser so, denn es galt weitere 10 Kilometer bis zu den Helmet Falls zu überwinden. Die 3 Stunden Umweg machten sich stark bemerkbar und der schwere Rucksack machte es nicht einfacher. Nach weiteren 3 Stunden erreichte ich komplett kaputt aber überglücklich den Campingplatz. Ich aß einen riesigen Topf Nudeln und schlief trotz Vollmondes, im Gegensatz zur letzten Nacht, tief und fest.
Ich lief den heutigen morgen den halben Kilometer zurück zu den Helmet Falls. Meiner Meinung sind diese noch imposanter als die Takakkaw Falls in Yoho aber aufgrund der 15 Kilometer langen Wanderung nicht von Touristen überflutet.
Nach 3 Stunden bergabwärts war ich am Ziel und erreichte ich sengender Hitze den Highway 93. Ich fragte mich ob die Hitze dem Regen vorziehen würde, konnte es dann aber nicht beantworten.
Nach wenigen Minuten bekam ich eine Mitfahrgelegenheit welche meinem Auto auch Starthilfe gab.
After Golden I drove toward Whiteswan Lake. On the way I stopped to buy food in Invermere for my planned 5-day hike along Rockwall in Kootenay National Park. After I had packed everything in the car, I asked a young man for the next gas station. Crap, it was happening to me again! The car was locked and the key in the ignition. Finally, asking around for almost an hour, I could find a metal coat hanger and a wooden wedge in the glider office. , I needed two attempts and I do not even 3 minutes and the car was open because ot the fact that I already knew from last time, what I must do.
In the evening I reached the Lussier Hot Springs. These are fortunately not prepared for tourism such as Fermont or Radium Hotsprings and are left in their natural form. I stayed a couple of hours there and I and my swimsuit stank like (I guess) sulfur – the downside of that it is not prepared.
The next morning I drove on on the forest service road until the Whiteswan Lake. Eric, who I met on the walk along the Juan de Fuca Trail, told me about this. Unfortunately, It was not as impressive as he had described it. However, I can imagine that you can spend a nice weekend and it is away from the tourist, because you have to follow 25 kilometers along the forest service road. The road is mostly flat and you could also drive this with a sports car.
A day later, I wanted to start my 5-day hike in the Kootenays. The map showed that a tourist office is not far from the beginning of the trail head of “Rockwall”. Unfortunately, this does not belong to Parks Canada and I could not get the Wilderness Pass which I need for the nights in the backcountry campsites. Since I had no wish to drive 60km forth or back to Lake Louise, Banff or Radium Hot Springs, I thought just do it without permission. I was just about to grab my backpack as a Ranger pulled into the parking lot. I just told him my situation but after some talking I had to realize that I willy-nilly have to drive 60 km for a silly approval.
I went to Banff Town. Banff is in my opinion quite ugly. It is the weak attempt to imitate a village from the Alps mixed with the American insipidity of Disneyland.
In the tourist office I learned that this the route is completely booked out for the weekend anyway and I can not start my hike before Monday. While getting some information I discovered a new route that would start in Yoho National Park and it looked very interesting.
I tried in vain to find a bet for tonight but I could find a bed in Banff but in the end I was able to reserve a bed in Lake Louise. So back into the car and another step back and forth. At least Lake Louise is located on the way to Yoho National Park.
Of course, the weather was changing now and so I stayed 2 nights and visited Lake Louise and the Moraine Lake along with 2 Quebecers and an Englishman. At Moraine Lake the sky cleared and we were able to hike the short trail of the Consolation Lakes. There we witnessed a large stone rolling down the slope. We were surprised, what noise of the head-sized stone made. So enormous that the rolling noise generated an echo in the valley.
I received a further bad news when I arrived in Yoho National Park, The label on the card was not written unique. I thought I could hike from Lake O’Hara to the next campsite through the McArthur Pass . The text “after 15 August only with permission” should mean that you can walk this path only after 15 August and with a permission and not as you might suspect that you needed no approval before. The reason: 25 years ago some people were attacked there by some Grizzlies. For real? Let’s compare it to this. It is like not going down a road, because some horrible car accidents happened frequently here. Parks Canada slowly started to get on my nerves with their fees and restrictions.
Ultimately, I booked the route “Rockwall” I already wanted to start some days ago. Actually, I wanted to skip the stopp in Numa Creek but all backcountry campsites were almost fully booked and therefore also the possibility to skip Numa Creek. So the only option left was Floe Lake, Numa Creek, Tumbling Creek and Helmet Falls – which was good in the end, as it turned out later.
Since I already was in Yoho National Park I wanted to see at least the famous Takakkaw Falls. From there I started the 20 km long Iceline trail. I had just completed half of the circular route when it started to rain heavily. Somehow it seemed that I lost my luck I had the last few months. After all, I could detect that the zipper of my jacket is not waterproof and you have to put the fabric edges properly superimposed to prevent water from entering – good to know if I want to go on a multi-day hike.
I checked in at Lake Louise again get my clothes dry .
After a long time of packing I finally started. The closer I got to the trailhead, the worse the weather became. I waited for the rain to stop sitting In the car and listening to a “???” audio book on the radio . Suddenly my radio went out. How stupid, I had forgotten to turn off the light on now my battery was dead. Seeing this as a sign and as the rain subsided, I put on my backpack and walked away.
Unfortunately on the last part, it started then to hail, including lightning and thunder. As quickly as it had come, it also stopped and I was able to build up my tent in the dry.
The destination of the next day was Numa Creek. On Numa pass I dropped my backpack to scramble up to the top of Numa Mountain. I reached the top of the hill in front of it and already had to give up my plan there. The drizzle of rain the emerging clouds felt like lashing rain because of the increasingly strong wind and I allready saw myself falling from wet and slippery rock.
The second half ot the trail went steadily downhill. The weather changed all 5 minutes between rain and sunshine. The lowest point of my mood was reached when it was raining and the sun was shining at the same time. I had a choice of wetness from the inside or from the outside. I chose option three, cursing loudly Parks Canada, what an impudence it is to charge 10 dollars a night when you have to torment yourself so badly.
Due the volatile and sustained rain which lasted for full 24 hours you had to find a pause to set up the tent or to cook food.
Because of this, I waited until 2 o’clock in the afternoon before I started my way to Tumbling Creek the next day. A wise decision. While the other groups ran into pouring rain, I only had some rain for the last half hour.
Finally the sun came out in the evening as promised already 2 days ago.
Of course, the next disaster was not far away. A tent pole broke as I leaned my backpack against the inner tent and pierced the flysheet. The damage was repaired quickly using the patches of the helpful Australian from next door and the pole repair tube, which I secured with duct tape in the right place.
The next day finite held the promised sunshine of the last two days and I finally felt like taking out the camera now and then to take pictures of the beautiful scenery.
I will wait until my sodden clothes were dry and starting at relatively late 13 clock . Too bad, because as I looked on the on the map, I noticed that Mt. Drysdale is on its way which you can eventually climb if you find a place where you can get upwards without climbing gear. Time was short, and I set four as time to turn around so that I can still set up my tent in the bright. 700 meters had to be overcome, steeply over loose scree and partly climbing. Five to four I reached the ridge between Rockwall Peak and Drysdale and had already overcome 500m. The view was tremendous but unfortunately it was time to turn back. It was probably better that way, because it was another 10 kilometers to overcome to the Helmet Falls. I felt the 3 hour detour and the heavy backpack did not make it easier. After a further 3 hours, I reached completely broken but overjoyed the campsite. I ate a huge pot of noodles and slept tight despite the full moon which let me hardly sleep the night before.
I walked half of the kilometer back to Helmet Falls today in the morning. In my opinion, these are more impressive than the Takakkaw Falls in Yoho but not flooded by tourists because of the 15-kilometer trek.
After 3 hours downhill I reached my destination the Highway 93 in torrid heat. I wondered if I would prefer the heat or the rain, but I could find an answer then.
After a few minutes hitch hiking I got a ride and he even helped to jump start my car.