Durchnässt, Club Mate und Halloween

Hab ich schon erwähnt, dass hier öfter mal regnet? In Vancouver regnet es 260 Tage im Jahr. Wir haben zudem immer das Glück das wir dann immer draußen arbeiten, wenn es regnet. An unseren freien Tagen scheint natürlich immer die Sonne. So war es auch gestern. Nach drei Stunden Dauerregen musste selbst unser Chef Moe (ja, wir haben seinen Namen herausgefunden – Gott sei Dank gibt es das Internet) sich eingestehen das es keinen Sinn mehr hat weiterzuarbeiten. Ich hatte 2 Regenjacken übereinander und war durchnässt; diese sind allerdings auch nicht gerade qualitativ hochwertig. Zudem vertragen sich Regen und Verlängerungskabel nicht so recht. (Sicherheitshinweis: Besorge Mütter werden gebeten die nächsten Zeilen zu überspringen.) So wissen George und ich jetzt beide wie sich 120V anfühlen. Während ich nur 2 Mal leicht eine gewischt bekommen habe, hat bei George die Hand nach 10 Minuten immer noch gezittert. Schmorend, Funken schlagende und qualmende Steckdosen sind auch nicht normal hab ich mir sagen lassen. – Irgendwie müssen die Kanadier, ach was sag ich, ist ja doch alles Ami-Technik, mal das Konzept ihrer Sicherungen überarbeiten; diese springen dann raus wenn es kein Problem gibt aber wenn es kritisch wird tut sie nicht ihren Job. Als hätte es ein sadistisches Bewusstsein.
Frisch “geduscht” ging es dann im Laderaum von Moes Truck ins Hostel um eine richtige und vor allem warme Dusche zu genießen.

Apropos genießen. Es gibt hier tatsächlich Club Mate zu kaufen. Allerdings werde ich wohl eher selten eine trinken da 4,75 C$ für 0,33l ein mehr als stolzer Preis sind.

Abends war ich mit Jose, einem Mexikaner aus dem Hostel unterwegs denn es war ja Halloween. Im laufe des Abends sind noch Nik (Kölner), George und Eddy dazu gestoßen. Und ich hab wieder 10 Deutsche getroffen – bis jetzt bin ich aber der einzige Repräsentant des Ostens gewesen.  Durch beschränkte Mittel war mein Kostüm allerdings nur ein deutscher Soldat – Da wusste ich aber wenigsten auch wie die “Bemalung” funktioniert.
Die Granville Street war voller Menschen mit genialen Verkleidungen und entspannten Polizisten. Hätte nur noch ein Bier beim entlang schlendern zwischen den Menschen gefehlt, dann wäre es perfekt gewesen. Schade das man in Kanada nicht in der Öffentlichkeit trinken darf.